Hamster von A bis L (M bis Z nächste Seite)
Auslauf: Ein Hamster möchte nicht nur im Käfig leben, sondern braucht auch seinen regelmäßigen Auslauf, damit er seinem Bewegungs- und Forscherdrang nachgehen kann. Es gibt industriell gefertigte Gitterausläufe, wovon allerdings abzuraten ist, da die Tiere ganz schnell lernen, wie man diese überwindet. Mit wenig Phantasie lassen sich Ausläufe auch gut selber bauen und gestalten. Ein Wohnraum kann auch als Auslauf dienen, muss dann allerdings hamstersicher gemacht werden, damit der kleine Freund nichts anknabbern kann oder irgendwo hinter verschwindet.
Aquarium: Als Behausung kann auch ein Aqua dienen. Der Schweizer Tierschutzbund empfiehlt hier eine Mindestgröße von 100x40cm. Dabei sollte man beachten, dass die Höhe des Aquas nicht größer ist, als die Breite, um eine ausreichende Belüftung zu gewährleisten.
Bademöglichkeit: Hamster baden zur Fellpflege gerne. Dafür sollte eine Badeschale eingeplant werden. Am besten eignet sich hierfür ein Keramikgefäß. Hamster baden allerdings nie im Wasser, sondern wälzen sich zum Baden im Sand.
Chinchillasand: Hamster baden gerne im Sand, um ihr Fell zu pflegen. Hier sollte dem Chinchillasand gegenüber dem Vogelsand der Vorzug gegeben werden, da er in seiner Zusammensetzung ungefährlich für den Hamster ist. Vogelsand ist scharfkantig und kann dazu führen, dass, wenn sich der Hamster darin wälzt, er sich "aufreibt".
Campbell Zwerghamster: Der Campbell Zwerghamster gehört zur Gruppe der kurzschwänzigen Zwerghamster und sieht dem Dsungarischen Zwerg zum Verwechseln ähnlich.
Chinesische Streifenhamster: Der Chinesische Streifenhamster gehört zur Gruppe der langschwänzigen Zwerghamster.
Dsungarische Zwerghamster: Der Dsungare gehört, wie der Name bereits sagt, auch zur Gruppe der kurzschänzigen Zwerghamster und sieht dem Campbell sehr ähnlich.
Einstreu: Hier gibt es eine Vielzahl von Angeboten. Ganz wichtig ist, dass die Einstreu nicht zu sehr staubt, da dies nicht gut für die empfindliche Nase des Tieres ist. Man sollte darauf achten, dass die Einstreu nicht zu glatt ist, da Hamster gerne graben und so ihre Gänge zusammenfallen würden. Auch kann man verschiedene Streuarten mischen, so dass der Hamster genug Material für sein Nest darin findet. Da dem Teddyhamster oft die normalen Späne im Fell hängen bleiben, kann man ihm speziell Hanfstreu anbieten, was das Fell viel weniger verfilzen lässt.
Futter: Der neue Mitbewohner möchte natürlich auch etwas zu essen haben, also das richtige Futter nicht vergessen. Es sollte ausgewogen, nahrhaft und abwechslungsreich sein.
Fressnapf: Man kann dem Hamster einen Fressnapf anbieten, jedoch fördert es die Beschäftigung des Tieres, wenn man das Futter einfach im Käfig verstreut oder versteckt. Ein Fressnapf sollte ansonsten nie so groß sein, dass sich der Hamster komplett hineinsetzen kann, da er sich auch gerne dort putzt, wo er frisst. Hier eignen sich am besten auch kleine Keramikgefäße, damit der Hamster sie nicht so schnell umwerfen kann.
Gitterkäfig: Ein Gitterkäfig bietet den Vorteil, dass das Kletterbedürfnis des Hamsters besser befriedigt wird und man sehr gut verschiedene Sachen darin befestigen kann. Der Abstand zwischen den Gitterstäben darf für einen Zwerghamster nicht größer als 0,7cm sein. Bei Mittelhamstern (Goldhamster/Teddyhamster) sollten 1cm Gitterabstand nicht überschritten werden, da sich der Hamster sonst hindurchquetschen könnte. Die Gitterstäbe sollten nicht lackiert sein, da der Hamster daran knabbern könnte und dann die Farbe verschlucken kann, was sehr ungesund ist. Leider sind viele der im Handel angebotenen Gitterkäfige zu klein und völlig überteuert! Würde man dort alles hineinstellen, was der Hamster benötigt, könnte das Tier sich kaum mehr bewegen. Also gilt hier, wie überall: Je größer, desto besser und artgerechter.
Grasnest: Ein Grasnest gibt es in verschiedenen Größen. Hier sollte man beachten, dass es ohne Drahtinnenleben hergestellt ist! Ein Grasnest soll dem Hamster als Versteck, Nestbaumaterial und Spielzeug zusammen dienen.
Goldhamster: Der Goldhamster gehört zur Gruppe der Mittelhamster. Er hat immer kurzes Fell, aber es gibt ihn in zahlreichen Fellfarben und Mustern.
Haus: Ein Hamster benötigt ein oder mehrere Häuschen, um sich darin zurück ziehen zu können, darin zu schlafen oder es als Futtervorratskammer zu nutzen. Hier eignen sich am besten Häuser aus Holz mit abnehmbarem Deckel oder Keramik. Von Plastikhäuschen ist Abstand zu halten, da sie nicht atmungsaktiv sind, oft einen Boden haben und sich dort zu schnell Pilzsporen ansammeln, die den Hamster erkranken lassen. Auch ist auf eine Eingangsbreite von 7cm zu achten, damit der kleine Freund auch mit vollgestopften Backen hindurch passt, ohne hängen zu bleiben. Anregungen und Bauanleitungen für ein Hamsterhaus findest Du --> Hier <--
Hamsterwatte: Ein Hamster polstert sich gerne sein Nest aus, damit es schön kuschelig und warm ist. Hierfür bietet der Handel Hamsterwatte aus verschiedenen Materialien an. Darauf sollte jedoch verzichtet werden, da die feine Watte dem Hamster ein Beinchen abschnüren könnte und ihn somit schwer verletzen kann. Auch kann sich in dem Nest ein gefährlicher Hitzestau bilden. Die einfachste und günstigste Methode bietet hier unbedrucktes, unparfümiertes und chlorfrei gebleichtes, weißes Toilettenpapier. Dieses wird von dem Hamster gerne angenommen und als Nestbaumaterial verwendet. Eine weitere lesenswerte Seite über Hamsterwatte&Co. findest Du --> Hier <--
Inzucht: Ein heikles Thema bei der Hamsterhaltung ist die Inzucht. Trennt man Hamsterkinder nicht rechtzeitig oder setzt man sie einfach zusammen, so kann es sehr schnell zu Inzuchtfällen kommen, da Hamster sehr früh geschlechtsreif sind (38.-42.Tag). Inzuchthamster können Missbildungen, Fellstörungen und ein geschwächtes Immunsystem haben! Aber im Grunde sind ja alle Hamster Einzelgänger und fühlen sich in ihrem eigenen Revier am Wohlsten, so dass so schon eine Inzucht vermieden wird.
Insomnia: Insomnia bedeutet Schlaflosigkeit. Hierbei ist mal nicht der Hamster gemeint, sondern der Mensch. Da Hamsterheime oftmals in Schlafzimmern stehen und der Hamster ein nachtaktives Tier ist, könnte es zu Schlaflosigkeit beim Menschen kommen. Das sollte man bei der Wahl des Standortes bedenken.
Joghurt: Hamster benötigen auch Eiweiß. Eine Portion Joghurt wird gern angenommen und ist geeignet. Der Joghurt sollte ohne Zucker sein (Naturjoghurt). Natürlich kann man dem Hamster zum Naturjoghurt frisches Obst reichen.
Joghurtdrops: Der Handel bietet eine Reihe von Joghurtdrops verschiedener Geschmacksrichtungen an. Diese sind für den Hamster ungesund und können die Backentaschen verkleben (zuckerhaltig), außerdem unterstützen sie die Kariesbildung. Lesenswertes über Hamster + Zucker findest Du --> Hier <--
Joggingball: Hamster-Joggingbälle oder Hamsterball/Hamsterkugel soll dem Tier ermöglichen, ungefährdet seinem Bewegungsdrang nachzugehen. Jedoch ist von solchen Bällen nur abzuraten!! Der Hamster wird dort eingesperrt, bekommt schlecht Luft und sucht lediglich voller Panik einen Ausweg aus dieser Falle, dadurch wird der Ball in Bewegung gesetzt. Ein richtiger Auslauf und ein vernünftiges Laufrad erfüllt da seinen Zweck viel besser. Lesenswertes über Joggingbälle und Hamster findest Du --> Hier <--
Käfig: Der Käfig ist der Lebensraum des Hamsters und sollte die Mindestgröße von 100x40cm (Zwerghamster 80x50cm) nicht unterschreiten. Der Tierschutz empfiehlt für alle 100x50cm! Da es diese Größe im Handel nicht immer gibt, weichen viele auf die Größen 100x40cm / 80x50cm aus.
Klettern: Einige Hamster klettern für ihr Leben gern. Falls sie nicht in einem Gitterkäfig leben, sollte man ihnen ausreichend Ersatzklettermöglichkeiten anbieten, wie z.B. Wurzeln und Äste. Selbstverständlich darf man diese Dinge auch in einem Gitterkäfig anbieten.
Krallenpflege: Eine Krallenpflege ist normalerweise nicht notwendig, sie schleifen ihre Krallen bei ihren Buddelaktivitäten selbstständig ab. Aber entsprechendes Käfigzubehör, wie z.B. rauhe Steine oder Holzbrücken können die Krallenpflege unterstützen, da sich die Krallen beim darüber laufen selbst abnutzen. Eine extra Krallenzange ist daher nicht nötig. Sollte es dennoch einmal nötig werden, so sollte ein Tierarzt aufgesucht werden, der die Krallen dann kürzt.
Laufrad: Ein Hamsterlaufrad ist mit eins der wichtigsten Utensilien in einem Hamsterkäfig. Leider werden im Handel viel zu kleine und gefährliche Laufräder angeboten! Ein artgerechtes Laufrad für einen Zwerghamster sollte einen Durchmesser von 20cm, für einen Mittelhamster mind. 25cm haben, damit er darin auch mit geradem Rücken bequemst laufen kann. Das WodentWheel / RoboWheel ist ein solches. Meinungen über dieses Laufrad von anderen Hamsterhaltern kannst Du --> Hier <-- nachlesen.
Leckerli: Wenn man seinem Hamster ein Leckerlie geben möchte, sollte man darauf achten, dass es keinen Zucker oder Honig enthält, denn das ist schädlich für die Zähne des Hamsters und kann auch die Backentaschen verkleben. Als zusätzliches Leckerchen eignen sich auch immer natürliche Produkte, wie z.B. Saftfutter.
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